Unterstützung von People in Need

Wir unterstützen die Organisation Člověk v tísni in Projekten, die sich auf die Bildung und Gesundheit benachteiligter Gruppen konzentrieren.
Logo der Organisation Menschen in Not. Die Stiftung arbeitet mit Partnern an Projekten zur Bildung und Gesundheit benachteiligter Gruppen.

Als Organisation mit bundesweiter Reichweite hat Člověk v tísni auch in den Bereichen eine Vertretung, in denen wir lokale Projekte unterstützen. Wir halten es für vorteilhaft, dass die einzelnen Organisationen über einander informiert sind und ihre Aktivitäten nahtlos aufeinander aufbauen können. Daher initiieren wir seit Januar gemeinsame Treffen über die durchgeführten Projekte, bei denen wir auf der Grundlage der Auswertung des vergangenen Jahres die weitere Zusammenarbeit planen.

Retrostipendien

Das Projekt Retrostipendia bietet motivierende Stipendien für junge Menschen, die sich in verschiedenen schwierigen Situationen befinden und sozial benachteiligt sind. Trotz allem finden sie in sich Entschlossenheit, Willenskraft und einen ehrlichen Zugang zum Studium – sei es in der gymnasialen Ausbildung oder in nicht-gymnasialen Fachrichtungen, an Berufsschulen oder anderen weiterführenden Schulen. Zudem arbeitet die lokale Karriereberaterin der Organisation Člověk v tísni eng mit jedem geförderten Studenten zusammen.

Der Erfolg des Projekts zeigt sich am besten in der Tatsache, dass einige der geförderten Studierenden bis zur Universität weiterstudieren. Dank der Unterstützung von NFMD wird es zudem möglich sein, diese motivierenden Stipendien zu erhöhen.

Reproduktive Gesundheit von Mädchen und Frauen

Das Projekt Reproduktive Gesundheit von Mädchen und Frauen hat zum Ziel, das Bewusstsein von Frauen und Mädchen aus einkommensschwachen Familien über ihre Gesundheit zu erhöhen und ihnen Zugang zu geeignetenMenstruations- und Verhütungsmitteln zu ermöglichen. Dieses Projekt entstand auf der Grundlage von Erkenntnissen direkt aus dem Feld und aus den Erfahrungen des Programms Retrostipendia. Es stellte sich heraus, dass viele junge Mädchen und Frauen ihr Studium vorzeitig aufgrund einer ungewollten Schwangerschaft und des Mangels an Informationen, die für ein gesundes Leben entscheidend sind, abbrechen.

Das Programm hilft ihnen daher nicht nur, das notwendige Wissen zu erwerben, sondern auch, gynäkologische Versorgung zu suchen und zu sichern. Es führt sie zu einer geplanten Elternschaft und unterstützt ihre freie Entscheidung. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Menstruationsarmut und die Sicherstellung von Hygienebedarf für Schülerinnenn und Studentinnen aus bedürftigen Familien. Das Projekt setzt sich gleichzeitig für die Einführung kostenloser Verhütungsmittel für benachteiligte Mädchen und Frauen ein. Obwohl das Thema Menstruationsarmut in der Gesellschaft immer noch wenig akzeptiert ist, ist es dank dieser Arbeit zumindest teilweise gelungen, ein Tabu zu brechen.