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Datum:
27.09.2025
Karlsbad: Die Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Glanz und Realität
Karlsbad ist eine Stadt mit zwei Gesichtern. Das erste Gesicht ist der Glanz der Kuren, der UNESCO und des Filmfestivals. Das zweite ist die alltägliche Realität der Einheimischen, die oft weit entfernt von einem Märchen ist. Wir haben uns entschieden, im Gebiet zwei verknüpfte Projekte mit dem Arbeitstitel „Im Schloss und im Untergeschoss“ umzusetzen. Während das erste die Türen zur Welt durch Residenzaufenthalte öffnet, hilft das zweite, in Zusammenarbeit mit dem Verein KultiVary, echte Probleme der Menschen in der Region zu lösen.

Karlovy Vary sind eine Stadt, die die ganze Welt mit natürlichen Schönheiten, heilenden Quellen und Luxus verbindet. Seit 2021 sind sie außerdem – zusammen mit Františkovy und Mariánské Lázně – auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes als Teil des Ensembles der berühmten Kurorte Europas eingetragen. Jährlich zieht es Gäste aus allen Ecken der Welt zum berühmten Internationalen Filmfestival (MFFKV).
Hinter dieser touristischen Fassade leben jedoch Menschen, deren Realität oft sehr unterschiedlich ist. Studien, tiefgehende Interviews mit Einheimischen und Beratungen mit Experten bestätigen uns immer wieder, dass die soziale Situation in der Region besorgniserregend ist und systematische Unterstützung erfordert. Deshalb präsentieren wir das Konzept von zwei Projekten, die diese beiden Welten verbinden.
Wir öffnen Türen zur Welt
Der erste Teil unseres Vorhabens konzentriert sich auf die Offenheit und den Nutzen neuer Energie von außen. Die Stiftung von Martina Dryk plant den Kauf einer Wohnung in der Nähe des Zentrums des karlovarschen Geschehens, die als Wohnort für den Austausch von ausländischen Studierenden, Künstlern und anderen Gästen dienen wird. Wir möchten so eine würdige Basis für Talente schaffen, die die Region bereichern können.

Unterstützung der sozialen Kohäsion
Der zweite, aus unserer Sicht sehr wichtige Teil, richtet sich direkt an die Bedürfnisse der Einheimischen. Wir haben eine intensive Zusammenarbeit mit dem Verein KultiVary aufgebaut. Die Mitglieder dieses Vereins arbeiten seit fünf Jahren für die lokale Gemeinschaft und genießen das volle Vertrauen der NFMD. Nach einer Reihe von Gesprächen haben sie ein Pilotprojekt entwickelt, das die Situation in der Region kartiert und konkrete Lösungen zur Minderung der sozioökonomischen Ungleichheiten vorschlägt.
Dieses Projekt, das seit Januar 2026 umgesetzt wird, entspricht genau unserer Vision. Durch seine Finanzierung wollen wir einen wichtigen Wandel erreichen – jungen Mitgliedern des Vereins die Professionalisierung ihrer Arbeit ermöglichen. Was sie bisher jahrelang praktisch auf freiwilliger Basis und in ihrer Freizeit getan haben, wird jetzt zu ihrem Hauptinhalt. Bei beiderseitigem Interesse vermitteln wir gerne auch in Zukunft die Zusammenarbeit mit dem Verein Hraničář in Ústí.
Unsere Aktivitäten in der Region beschränken sich jedoch nicht nur auf soziale Kohäsion. Angesichts der Statistiken, die eine höhere Krankheitsrate bei Kindern nicht nur in der Kurstadt selbst, sondern auch in der gesamten Region zeigen, wollen wir die Zusammenarbeit mit lokalen Pädiatern beginnen. Ziel ist es, Wege zu finden, um die Situation zu verbessern und die gesunde Entwicklung von Kindern im „Podzámčí“ zu unterstützen.