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Datum:
27.09.2025
Chomutov: Kunst, die alte Wunden heilt und Kontinente verbindet
Was haben das Erzgebirge und British Columbia gemeinsam? Mehr, als man meinen könnte. In Chomutov unterstützen wir eine einzigartige tschechisch-deutsch-kanadische Initiative, die durch Kunst Themen wie Versöhnung und Identität eröffnet. Das von Karl May inspirierte Projekt bringt ausländische Künstler in die Region und damit eine neue Perspektive darauf, wer wir sind.
In Chomutov haben wir eine Zusammenarbeit mit dem Frauenverein, z.s., begonnen, der mit einem faszinierenden Projekt „Try Walking in My Shoes“ aufgetaucht ist. Es handelt sich um eine Initiative, die von Karl May inspiriert wurde, der über Amerika schrieb, ohne es jemals besucht zu haben.
Nach hundert Jahren kehren sich die Karten. Künstler aus Kanada schaffen nun Werke, die von unserer tschechisch-deutschen Grenzregion inspiriert sind. An dem Projekt sind auch die indigenen Bevölkerung Kanadas (Indigenous artists) beteiligt, was tiefgreifende Themen der kulturellen Genozid und der anschließenden Versöhnung (reconciliation) eröffnet. Diese kanadische Erfahrung kann auch für uns in Mitteleuropa, insbesondere in Grenzregionen, überraschend starke Inspirationen bieten.
In der Kirche St. Katharina hatten wir bereits die Möglichkeit, die Ausstellung „You May Dream in Chomutov“ zu sehen. NFMD hat einen Teil der Aktivitäten des Vereins finanziell unterstützt, und wir planen, diese Unterstützung fortzusetzen – wir möchten helfen, weitere Reisen kanadischer Künstler zu uns zu vermitteln, damit der Dialog weitergeführt werden kann.
